Fred Grubel wurde 1908 als Fritz Grbel in Leipzig geboren, als Jurist ausgebildet und war von 1933 bis 1939 Verwalter der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. 1939 flchtete er mit seiner Familie zunchst nach England, nachdem er aus dem Konzentrationslager Buchenwald entlassen worden war. Nach Kriegsausbruch zog die Familie weiter in die USA, wo er sich zum Wirtschaftsprfer und Betriebswirt umschulen lie und in der Krankenhausverwaltung ttig war. Ab Sommer 1945 war er im Auftrag des American Jewish Joint Distribution Committee fr die Finanzverwaltung der Hilfe fr die berlebenden der Shoah in Europa zustndig und in den 1950er Jahren Krankenhausdirektor im Montefiore Hospital in der New Yorker Bronx. Obwohl selbst kein Historiker, leitete er anschlieend fr dreiig Jahre als zweiter Direktor das Leo Baeck Institute New York, eine der wichtigsten Forschungseinrichtungen zur Geschichte und Kultur des deutschsprachigen Judentums. Er starb 1998 in New York. Frank Mecklenburg, Sven Trautmann und Nora Pester zeichnen seinen transatlantischen Lebensweg von Leipzig nach New York und zurck in seine Heimatstadt nach, wo er sich nach dem Fall der Mauer fr die Erinnerung an die deutsch-jdische Geschichte und ihre Menschen engagierte.