Er wird zu den bedeutendsten Knstlern der Gegenwart gezhlt: der Maler, Bildhauer und Grafiker Georg Baselitz. Das Bildmotiv durch seine Umkehr zu verfremden, wurde seit 1969 zu einer Art Markenzeichen. Nun vollendet der deutsch-sterreichische Knstler, mit brgerlichem Namen Hans-Georg Kern, sein 88. Lebensjahr: ein Anlass, vom "Jetzt" aus einen Bogen zu seinen Anfngen zu schlagen. Als junger Mann beschftigt sich Baselitz mit deutscher Geschichte und Identitt - die abstrakte Malerei stellte er unter Verdrngungsverdacht -, mit dem Knstler-Ich, schreibt ab den 1960er-Jahren "Pandmonische Manifeste" und widmet sich mit gezielten Provokationen der Figuration. Dabei vermischt er klassische Bildtraditionen mit einer oftmals als roh und verstrend empfundenen Bildsprache. Letztlich wird er so zum Erneuerer der Nachkriegskunst.Den frhen Arbeiten, Manifesten und Zeichnungen stehen die Grogemlde der Gegenwart gegenber, welche u.a. die Themen Alter und Vergnglichkeit aufgreifen sowie die eigene Biografie, deren wesentliche Konstante seit Studienzeiten Baselitz' Ehefrau Elke ist.Mit diesem Spektrum an Kunstwerken und Texten richtet sich die Publikation an eine breite ffentlichkeit und vermag - insbesondere mit den frhen Zeichnungen - auch kunsthistorisch Anspruchsvolle zu begeistern.