Inhaltsangabe: Gang der Untersuchung: Das „Bosman-Urteil" datiert vom 15. Dezember 1995 und ist als vorläufiger Endpunkt einer langen Entwicklung anzusehen. Diese Entwicklung begann mit der Entstehung des Berufsfu balls und der damit in Zusammenhang stehenden Entstehung von Ablösesummen (auch: Transferentschädigungen) und Ausländerklauseln, an denen das „Bosman-Urteil" in erster Linie festzumachen ist. Die Diplomarbeit geht auf diese historische Entwicklung nicht, wie häufig zu sehen, nur am Rande ein, sondern behandelt die Zusammenhänge ausführlich und detailliert. Dazu gehört u.a. auch die Darstellung zweier vergleichbarer Urteile aus den Jahren 1974 (Rechtssache Walrave/Koch) und 1976 (Rechtssache Donà/Mantero) sowie eine Aufzeichnung der Entwicklung der Fu ballspieler gemä ihrem Status bis hin zur heutigen Unterteilung Amateur - Vertragsamateur - Lizenzspieler. Von übergeordnetem Interesse bezogen auf die weitere Entwicklung nach den Urteilen von 1974 und 1976 sind die aufkommenden Gespräche und Verhandlungen zwischen der EU und den Fu ballverbänden der UEFA. Einerseits kann hier die Entwicklung der Ausländerklauseln zwischen 1976 und 1995 verfolgt werden. Andererseits wird verdeutlicht, da sich gerade der Deutsche Fu ball-Bund (DFB) immer wieder erfolgreich gegen eine Abschaffung der Ausländerbeschränkungen im deutschen Berufsfu ball und damit gegen die Öffnung der Grenzen für ausländische Spieler gewehrt hat. Als Begründung für dieses Verhalten hat der DFB angegeben, da sein bestehendes Transfersystem vor dem „Bosman-Urteil" den EU-Richtlinien bezogen auf die freie Wahl des Arbeitsplatzes voll und ganz gerecht wird. Das dem nicht so war, wird in der Arbeit durch eine genaue Beschreibung des DFB-Transfersystems vor dem Urteil bewiesen. Eine genaue Beschreibung des „Bosman-Urteils" mit besonderer Berücksichtigung der Urteilsgründe und der Urteilskritik in Anlehnung an das Transfersystem des DFB ist nachfolgend von gewichtigem Interesse. Anschlie end werden Re