Whrend sich die Grenzen vieler Staaten schlieen und Regierungen auf Abschottung setzen, sind weltweit immer mehr Menschen durch Kriege, Umweltzerstrung und staatliche Willkr zur Flucht gezwungen. Auch eine rigorose Grenzpolitik unterbindet Migration nie vllig - aber wo knnen flchtende Menschen noch ankommen, wenn der Staat sie zum Problem erklrt?Eine Antwort findet sich in jenen Stdten, die eine solidarische Praxis und die Einbindung migrantischer Communitys zu ihrem Selbstverstndnis gemacht haben - und sich damit ganz aktiv gegen die nationale Politik ihrer Lnder stellen. Sie helfen unabhngig von Herkunft oder Aufenthaltsstatus, entwickeln Ausweise fr alle, die sich in der Stadt aufhalten wollen, untersttzen in juristischen Fragen, schtzen vor polizeilicher Willkr. Stdte dieser Art finden sich auf fast allen Kontinenten, sie heien Sichere Hfen, Sanctuary Cities oder Citt dell'accoglienza.Volker Heins hat in Chicago, Kampala, Sheffield, Palermo und Berlin recherchiert: Wie wirkt sich das Schutzversprechen fr Menschen ohne Aufenthaltsstatus konkret aus? Ist das Selbstverstndnis der Stdte von Dauer oder bloe moralische Aufwallung, entsteht hier gar ein neuer Begriff urbaner Freiheit? Und was passiert, wenn Stdte direkt vom Staat angegriffen werden - wie man zuletzt in den USA beobachten konnte, wo Donald Trump den Kampf gegen Sanctuary Cities zur Prioritt erklrte?