Erin Dooley hat ihr ganzes Leben damit verbracht, sich um andere zu kümmern. Zuerst um ihre kleine Schwester, dann um ihre kranke Mutter und heute um die Patientinnen und Patienten, die in der Notaufnahme landen. Sie wusste immer, wie sie die richtige Distanz wahrt: geben, ohne etwas zu erwarten, und heilen, ohne sich emotional zu binden – bis sie zustimmt, Mia Wilder vier Monate lang auf ihrer Tournee zu begleiten. Der Pop-Rock-Star, den halb Deutschland verehrt, bricht immer wieder auf der Bühne zusammen. Erins Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass das nicht noch einmal passiert: Sie überwacht Mias Ernährung, ihre Schlafzeiten und ihre Vitalwerte. Sie hält sie auf den Beinen, obwohl Mia alles daransetzt, sich selbst auszubrennen. Doch Mia macht ihr den Job nicht leicht. Sie provoziert Erin, sieht sie an, als könnte sie sie wirklich erkennen, und bringt sie dazu, sich zu fragen, wer sich eigentlich um sie kümmert, während sie sich um alle anderen kümmert. Zwischen Flugzeugen, Luxushotels und Tausenden von Fans, die Mias Namen schreien, beginnt Erin etwas zu empfinden, das sie nicht empfinden sollte. Etwas, das ihr mehr Angst macht als jeder medizinische Notfall. Denn Mia zu beschützen bedeutet, Abstand zu ihr zu halten – und jedes Mal, wenn sie in den Armen der Ärztin zusammenbricht, wird dieser Abstand schwerer zu bewahren. Was passiert, wenn die Person, die du retten musst, dieselbe ist, die dein Herz in tausend Stücke reißen könnte?